Das Holzatelier Püschner

Das von Karsten Püschner im Mai 1987 gegründete Unternehmen führt Holzkonservierungen und Restaurierungen von Kunst- und Kulturgütern sowie Arbeiten in der Denkmalpflege aus. Zu den zu bearbeitenden Objekten zählen museale Bestände und Sammlungen, sakrale Bauten, Profanbauten besonders gesellschaftlicher Nutzer in Landes- und Kommunalbesitz wie Schlösser, Burgen, Rathäusern, Villen etc. und private Sammlungsstücke. Dabei spielt der Erhalt des Bestandes eine vorrangige Rolle. () Seit 2003 befasst sich das Restaurierungsatelier Karsten Püschner intensiv mit der Entwicklung und restauratorischen Anwendung von Möglichkeiten der Dekontamination von ungefassten Holzobjek-ten, die mit chlororganischen Bioziden (DDT, PCP, Lindan) belastet sind. Diese Forschungen erfolgten anfänglich im Rahmen der Mitarbeit in einer Forschungsgruppe unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Achim Unger am Rathgen-Forschungslabor Berlin. Höhepunkt dieser bisherigen Arbeit war die Verfahrensentwicklung für das Dekontaminieren von ungefasstem Holz. Für dieses Verfahren wurde vom Deutschen Patentamt ein Patent erteilt. Weiterhin ist die gezielte Erforschung der Anwendungsmöglichkeiten der Lasertechnik in der Kon-servierung/Restaurierung ein wichtiger innovativer Schwerpunkt seit 2006. Auch hier konnten be-achtliche Ergebnisse erreicht werden. So wurde die Trennung von zwei aufeinander liegenden transparenten Firnisschichten praktiziert. Diese Forschungen werden gemeinsam mit dem Fraunho-fer-Institut IWS in Dresden weiter vorangetrieben. Die positiven Anwendungsergebnisse wurde bereits auf drei verschiedenen Fachtagungen vorge-stellt. Lehrbeauftragter an Hochschule für Bildende Künste Dresden zum Thema Dekontaminierung, Ex-traktion von Ölen aus Holzskulpturen Weiterhin wurde ein Verfahren zur Dekontaminierung von Papierobjekten mit der FH Köln erprobt. Die positiven Erkenntnisse konnte bisher aber nicht in die Praxis umgesetzt werden, weil da-für eine entsprechende Anlage fehlt. Seit 2010 konnte ein weiteres Verfahren zur Extraktion von Bioziden und öligen Holzfestigungsmit-teln mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Stiftung Umweltschutz (DBU) entwickelt werden. Dieses Verfahren wird in unserem Unternehmen praktisch angewendet zu ermöglicht die schonende Extraktion auch bei gefassten Objekten mit Proteingebundenen Bindemitteln. Außer den Aufgaben im Rahmen der Konservierung und Restaurierung von historischen Objekten widmen wir uns genauso gern der Rekonstruktion von Innenausstattungen, Türen oder Fenstern zur Bestandsergänzung. Mit diesen Fähigkeiten und dem handwerklichen Wissen fertigen wir mit genau so viel Freude neue Inneneinrichtungen und einzelne Möbelstücke nach Kundenwunsch.